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Geschichte Pallottiner Hofstetten

GESCHICHTE DES APOSTOLATSHAUSES HOFSTETTEN – FALKENSTEIN

Inmitten unberührter Natur, zwischen Falkenstein und Michelsneukirchen, rund 40 km von Regensburg, liegt zwischen sanften Hügeln und grünen Wäldern das Apostolatshaus der Pallottiner: Hofstetten.

Die Geschichte dieses Hauses wollen wir nun kurz erzählen.
Bis vor knapp hundert Jahren stand an der Stelle des heutigen Apostolatshauses ein großer Bauernhof, der in der Falkensteiner Gegend als „Erlhof“ bekannt war. Die letzte Familie, die den Hof bewirtschaftete, waren Josef und Maria Meindl.
Die Chronik berichtet, dass Frau Meindl im Jahre 1883 schwer erkrankte. In einem Traum sah sie an Stelle des Hofes ein großes, hellerleuchtetes Gebäude, in dem sich dunkle Gestalten – dem Aussehen nach Mönche – bewegten. Da sich Frau Meindl beim Erwachen bedeutend besser fühlte, zog sie daraus den Schluß, dass aus dem Erlhof , nach Gottes Willen, ein Kloster werden sollte. Als bescheidenen Anfang auf dem Weg dorthin baute das Ehepaar Meindl auf ihrem Grundstück eine kleine Kapelle. Im Jahre 1897 wurde dieselbe bereits vergrößert. Herr Meindl, der in der Pfarrei Falkenstein wegen seiner caritativen Werke und wegen seiner Frömmigkeit bekannt war, erhielt 1898 für seine Kapelle die Erlaubnis, dass dort Heilige Messen gefeiert werden durften, eine Erlaubnis, die damals nicht alltäglich war. Als im Jahre 1905 Frau Meindl starb, ließ ihr Mann die Kapelle erneut vergrößern. Ja, er kaufte sogar eine Orgel, die zusammen mit öfter eingeladenen Chören – die Gottesdienste verschönern sollte.

Durch eine zweite Heirat war Herr Meindl in den Besitz von insgesamt drei Häusern gekommen. Zu diesem Zeitpunkt wollte er den Erlhof endgültig seiner Bestimmung zuführen. Da er aber vergeblich eine Ordensgemeinschaft zu Übernahme des Hofes suchte, vermachte ihn der Bauer der Diözese Regensburg mit der Auflage, dass an jedem Sonn- und Feiertag in der Kapelle eine Heilige Messe gefeiert werden sollte.

Nach jahrelanger Suche von Seiten der Diözese nach einer Ordensgemeinschaft übernahmen Benediktiner aus Volders/Österreich am 23 2.1914 den Hof. Als Ausländer mussten sie rechtmäßig durch den Abt von Weltenburg vertreten werden. Die neu angesiedelten Mönche machten es sich zur Aufgabe, verwahrloste Jungen (ihre Zahl war sehr schnell auf fünfzehn angestiegen) am Hof zu erziehen. Bereits vier Jahre später ließen sie den Pachtvertrag nicht mehr erneuern, denn das Grundstück war ihnen zu klein.

Der nächste Bewerber – ein gewisser „Kugler“ – ging in der Presse scharf gegen den Klerus vor und machte sich damit keinen guten Namen. Nachdem eine gewissenhafte Zelebration in der Kapelle nicht mehr garantiert war, suchte die Diözese einen neuen Pächter. Nun war eine Neffe des Georg Laußer von der Fingermühle (das benachbarte Grundstück) Pallottiner-Pater: Franz-Xaver Hecht. Diesem Pater Hecht hatte Herr Meindl den Hof schon früher angeboten, aber damals durften die Pallottiner noch nicht nach Bayern (man sagte, sie seien den Jesuiten sehr ähnlich und die Gesellschaft Jesu war zu dieser Zeit in Deutschland verboten). Nach dem 1.Weltkrieg, im Jahre 1919, bemühte sich P.Hecht erneut um den Hof und leitete schließlich die Übernahme durch die Pallottiner der norddeutschen Provinz ein. Nach einem dreijährigen Pachtvertrag mit dem Ordinariat/Regensburg wurde ein Kaufvertrag abgeschlossen.

Nun begann für die Pallottiner die Arbeit. Das alte Gebäude, aus dem Jahr 1790, wurde von den Pallottinerbrüdern abgerissen und in unglaublich harter Arbeit, mit Unterstützung der Anwohner, neu aufgebaut. Die Brüder allein brannten damals rund 14 000 Ziegel.

1922 wurde mit dem Neubau des Wohngebäudes und der Hauskapelle begonnen. Die Einweihung fand am 20. September 1925 statt. Damit war der Traum von Frau Meindl in Erfüllung gegangen. Nun konnte Herr Meindl in Frieden scheiden. Er starb tatsächlich am selben Tag.

Der einstige Erlhof war zunächst Noviziat, dann wurde dort Spätberufenen die Möglichkeit gegeben, sich auf die Mittelschule vorzubereiten. Im Jahr 1930 zogen die Studenten nach Freising um. Erst 1948 übernahmen die süddeutschen Pallottiner von den nordeutschen Pallottinern die Niederlassung HOFSTETTEN.

Das Haus, das auf freiem Gelände steht und so dem Wetter stark ausgesetzt ist, musste seit dem Jahr 1948 öfter renoviert werden. Garagen für die Fahrzeuge und landwirtschaftlichen Geräte, sowie verschiedene Werkstätten kamen hinzu.
Sein heutiges Aussehen verdankt das Haus vor allem den Patres Reiß und Allram, nicht zuletzt aber dem unermüdlichen Fleiß der Brüder und Patres der Hofstettener Hausgemeinschaft. Jeder an seinem Platz trug zum Gelingen der verschiedenen Renovierungen und Erweiterungen bei.

Was ist nun aus dem ehemaligen Erlhof geworden? Wegen der gesunden, kräftigen Luft und der ein-maligen Ruhe wurde er zunächst ein beliebtes Erholungsheim. Die Bewirtschaftung wurde eingestellt. Das Ackerland ist heute verpachtet. Den Wald bearbeiten wir noch.

 

Im Jahr 1985 wurde mit einem Neubau begonnen. Der angrenzende Altbau wurde saniert und renoviert. Die Einweihung des neuen Hauses fand im Mai 1987 statt. Heute bietet unser Haus in 31 Zimmern 40 Gästen Platz. Alle Zimmer sind mit einer Nasszelle ausgestattet.

Die Anlagen ums Haus wurden – unter der Federführung von P.Lauinger – verschönert …mit Brunnen und Lauben. In unserem Wald wurde der Pallottiweg eingerichtet; auf Tafeln sind Aussprüche Vinzenz Pallottis zu lesen. Auf diesem Weg wurden auch die Vater-unser-Bitten graphisch dargestellt. – In der Kapelle ist sehenswert ein Werk von Walter Habdank: das Siebenschmerzenkreuz.

Erholung ist eine Bestimmung unseres Hauses, aber vor allem auch Exerzitien-und Bildungsarbeit. Die angebotenen Besinnungswochenenden, Einkehrtage und Exerzitien werden teils von eigenen Patres, von Schwestern oder auswärtigen Referenten durchgeführt.
Vier Mallersdorfer Schwestern unterstützen unsere Arbeit.
Wenngleich Hofstetten heute Erholungs-Exerzitien- und Bildungshaus ist, so bleibt es auch Apostolatshaus, das Förderer und Mitarbeiter im Werke Pallottis betreut. Wir unterstützen unsere Missionare in aller Welt, tragen zur Brüder- und Priesterausbildung unserer Provinz bei und tragen die Apostolische Arbeit der Pallottiner mit.

Möge Gott weiter unser Haus, unsere Arbeit und unsere Gäste segnen.

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